Erschienen in Ulmer Echo 1/2009

Tabak, Tabak und kein Ende?

Pfarrer Spiegel zu Spenden, Schmacht und leeren Kassen

Es ist wieder einmal notwendig, seitens des Kath. Gefängnisvereins eine Klarstellung hinsichtlich unserer Tabakvergabe vorzunehmen. Zunächst einmal verstehe ich die „Schmacht“-Situation vieler Raucher angesichts der Inhaftierung. Gleichwohl wäre eine regelmäßige Tabakvergabe durch den Kath. Gefängnisverein wie die Auffüllung eines Fasses ohne Boden. Unsere Kasse wäre bald leer und unsere Spenderinnen und Spender würden uns fragen, ob wir noch ganz bei Trost wären. Also: In der Advents- und Weihnachtszeit hält der KGV in Düsseldorf und Umgebung eine große Sammlung ab. Aus dieser Samlung erhalten alle, die kein Weihnachtspaket von „draußen“ bekommen, eine Spendentüte. Darüberhinaus erhält jeder Inhaftierte Tabak o.a. Erhalten wir über das Jahr entsprechende Spenden, verteilen wir diese nicht selbst. Wir geben die Sachen vielmehr dem Personal auf den Abteilungen 1 (Zugang) und 4 (Transport), weil dort die Not am größten ist und die Bediensteten wissen, wer bedürftig ist. Haben wir nichts, können wir auch nichts weitergeben. Ich hoffe, diese Klarstellung führt tatsächlich zu Klärungen.

R. Spiegel, Geschäftsführer des KGV und Gefängnispfarrer

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