Erschienen in Ulmer Echo 1/2009

Yoga, die Zweite, der Sonnengruß

Ein weiterer Einblick in die Welt des Yoga

Von Edy R.

Foto: WZ In der letzten Ausgabe haben wir euch mit einem Thema konfrontiert, dass nicht immer ganz einfach anzufassen war, in der harten Männerwelt. Jedoch bedeutet der Begriff Yoga in seiner Übersetzung nichts anderes als Anpassung, also eine Übung, die uns hier ganz gut tut. Die in Indien entwickelte Praxis geistiger Konzentration, möchte durch völlige Herrschaft über den Körper den Geist befreien. Auf dem Weg dorthin ist es unabdingbar zu üben, jeden Tag ein bisschen, nach Gusto, ohne Zwang. Dies ist der Grundgedanke.

Stress einfach ausatmen
Gegen alle Vorurteile haben sich viele von euch zum Yogakurs gemeldet, der dann leider, wie so oft im Knast, schnell an seine Grenzen gestoßen ist, und ihn das bekannte Problem der Wartelisten ebenfalls ereilte.. Allerdings zeigt sich, wie im richtigenen Leben, dass Yoga boomt. Die Zahl der Kurse in Fitness-Studios, bei Krankenkassen und der VHS nimmt stetig zu, denn die Kombination aus Körperübung und Atemtechnik hilft gegen Rückenschmerzen, Verspannungen und besonders gegen den Stress und die schlechte Laune. Faktoren, die hier im Hause zum Standard und somit zur allgemeinen Tagesordnung gehören.

Weniger ist mehr
Regelmäßiges Yoga verbessert das Körperbewusstsein und die Wahrnehmung innerer Prozesse. Die Hauptrolle spielen dabei die so genannten Asanas. Das sind Körperübungen, bei denen eine bestimmte Stellung eine Zeit lang gehalten wird, wobei die Stellungen Elementen aus der Natur nachempfunden sind. Die Stellungen entwickeln auf sanfte Art Muskelstärke, Flexibilität und Körperbewusstsein. Ein flexibler, beweglicher Körper ist die Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Durch das Halten von Stellungen und kontrolliertes Atmen wird der Fluss der Lebensenergie wieder in die rechten Bahnen geleitet, Organe werden besser durchblutet und der Stress kann ausgeatmet werden. Da wir nun nicht in der Lage sind ,nach freiem Willen an Übungen teilzunehmen, vielmehr gezwungen sind uns selbst zu therapieren und für unsere Gesundheit zu sorgen, haben wir eine Grundübung des Yoga aufgegriffen, um euch die Thematik etwas näher zu bringen.

Der Gruß an die Sonne
Suryanamaskar ist der ursprüngliche Name des Sonnengrußes, der einen Ablauf von Übungen nach einer gewissen Reihenfolge beschreibt. 12 Bewegungen an der Zahl sind es, die, wenn täglich ein paarmal gemacht, zur bereits beschriebenen Verbesserung des Allgemeinzustands führen werden. Es ist eine in sich geschlossene Übung, die sowohl langsam, bedächtig und ruhig ausgeführt werden kann, man sagt ein Durchgang kann schon bis zu 2 Minuten dauern oder sie kann auch forciert geübt werden, das bedeutet, dass eine Übung nicht länger als 20 Sekunden in Anspruch nimmt. ddSo kann jeder auf kleinstem Raum, der uns ja zur Verfüging steht, seinen Gruß an die Sonne leisten, wie er will. In welcher Geschwindigkeit er will. Im Winter vielleicht etwas schneller, im Sommer etwas langsamer. Es hat die gleiche Wirkung.

Ruhig und tief atmen
Wichtig ist es, die Atmung fest im Griff zu haben, nach einem festen Schema ein- bzw. auszuatmen. Tief einatmen, d.h. ca. 4 Sekunden lang den Körper mit Luft befüllen und genauso lang zum Ausatmen zu benötigen. Wenn ihr der Abbildung folgt, diese Übunge so macht wie abgebildet, die Atmung nach diesem Schema vollführt, so steht einer ausgeglichenen Lebenseinstellung nichts im Wege. Dinge werden erträglicher. Bitte auch weiterhin Anträge zur Yogateilnahme an den Freizeitkoordinator stellen. Wer nicht direkt mitmachen kann, ist auf der Warteliste vermerkt. Wer nun den Gruß an die Sonne, gedruckt im DIN A4 Format, haben möchte, der schreibe an die Redaktion und es wird ihm dann zugehen, mit Freude.







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