Pressemitteilung des Katholischen Gefängnisvereins

Pfr. Reiner Spiegel, 1.Geschäftsführer

In der Kirche der JVA Düsseldorf hat der Kath. Gefängnisverein Düsseldorf e.V. heute sein 110-jähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. Der Vorsitzende, Herr Otto Strauß, Vors. Richter am Landgericht a.D., begrüßte viele Gäste aus dem öffentlichen Leben unserer Stadt, aus der Politik, der Justiz und der Kirche, u.a. Herrn Erzbischof Joachim Kardinal Meisner aus Köln, Herrn Stadtdechant Rolf Steinhäuser aus Düsseldorf, Herrn Ltd. Ministerialrat Gröner aus dem Justizministerium NRW, Herrn Dr. Robert Orth MdL, Vorsitzender des Rechtsausschusses, Herrn Michael Thewalt vom Justizvollzugsamt Wuppertal, Herrn Anstaltsleiter Christian Kempe, Herrn Jürgen Gocht, Vorsitzender des Anstaltsbeirates, und Herrn Andreas Sellner, Leiter der Abteilung Gefährdetenhilfe im Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, welcher den Festvortrag hielt.

In seiner Ansprache ging Herr Sellner sowohl auf die Geschichte des Kath. Gefängnisvereins als auch auf die kriminalpolitischen und religiösen Grundlagen der kath. Strafffälligenhilfe ein. In besonderer Weise stellte er heraus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins, vornehmlich Ehrenamtliche, auf dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes in die Gefängnisse gingen und sowohl Inhaftierte und Haftentlassene als auch deren Angehörige begleiteten. Besonders gravierend würden sich in Zukunft die zu befürchtenden Kürzungen und Streichungen im Etat des Justizministeriums für die freie Straffälligenhilfe auswirken.

Kardinal Meisner betonte in seinem Grußwort besonders die Orientierung am Handeln Jesu für die Menschen, die im Kath. Gefängnisverein tätig wären. Wie Jesus sich auf die unterste Stufe gestellt hätte, so würden auch heute die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kath. Gefängnisvereins versuchen, den Menschen am Rande beizustehen.

Herr Gröner vom Justizministerium dankte im Namen des Ministers für die jahrelange Arbeit des Kath. Gefängnisvereins und hob in besonderer Weise das ehrenamtliche Engagement so vieler Menschen durch so viele Jahre hervor.

Die Veranstaltung wurde in hervorragender Weise umrahmt von der Cellistin Brigida Brettschneider, weiche viel Applaus erntete. Der Festakt klang aus mit einem einfachen rheinischen Buffet. Hier mischten sich Besucher von "draußen" und Inhaftierte von "drinnen" zum Austausch und Gespräch. Gegen 14.00 Uhr endete die sehr gelungene Veranstaltung.

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