TBC-Problem auf der Ulm? 
Gefahr erkannt - Gefahr gebannt? 

Von Maximus Pontifex

 
Ein Mitgefangener soll dem Vernehmen nach an TBC erkrankt sein. Es soll sich dabei um einen Schwarzafrikaner handeln, der im CK gearbeitet hat. 

Am 17.10.2000 wurde der überwiegende Teil der Mitgefangenen, insbesondere aus dem B-Flügel und den Arbeitsbetrieben, geröntgt. Auch eine Reihe der Bediensteten haben sich der freiwilligen Untersuchung angeschlossen Dafür trat die Bundeswehr mit einem fahrbaren Bildschirmbus an, und von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr wurden ungefähr 300 Gefangene „durchgecheckt”. Der organisatorische Ablauf hier im Haus wurde beanstandungsfrei und vernünftig geregelt. Das Ergebnis steht noch aus. 

Der infizierte Inhaftierte wurde dem Vernehmen nach schon vor 3 Monaten von Abteilung B 8 ins Krankenhaus verlegt, und dort auf einer speziellen Abteilung behandelt und auch auskuriert. 

Wir wollen hoffen, dass es zu keiner weiteren Infektion unter den Gefangenen gekommen ist, aber das Sanitätsrevier wird uns in Kürze informieren: hört man nichts, ist alles ok und es liegt kein Befund vor, ansonsten wird der Proband zum Arzt bestellt und sodann in Fröndenberg weiterbehandelt. 

Ende November erreichte uns aus dem Revier die Bestätigung: alle Untersuchten waren TBC negativ! Das Bundesseuchengesetz schreibt 
diese Art der Untersuchung zur Eingrenzung so vor und sie wurde durchgeführt mit dem Ergebnis: keine Anzeichen von TBC! 

Zur Sicherheit werden die Zellenkollegen des Infizierten noch zweimal in vorgeschriebenen Abständen nachuntersucht, um eventuellen Inkubationszeiten gerecht zu werden. Auch das schreibt das Gesetz vor. 
Bei 3 Mitgefangenen gab es röntgenologisch anderweitige Befunde, die der Nachbehandlung bedürfen. Bei diesen Befunden ist aber TBC ganz eindeutig auszuschließen. 

So kann auch dieser „Fall” als aufgeklärt, eingegrenzt und gelöst  
betrachtet werden

 
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